Abordnungen des Heeres (Artillerie), der Luftwaffe, der Marine und eine gesondert ausgebildete Feuerwerker-Truppe der Waffen-SS nahmen die Erprobungen vor. Diese Abordnungen waren am Kaufbeurer Fliegerhorst stationiert und auch in der Kunstanstalt und in Baracken untergebracht. Die Heeresangehörigen haben Proben mit leichten Infanterie-Geschossen durchgeführt. Die Luftwaffensoldaten haben Spezialtorpedos mit panzerbrechender Munition getestet, die Waffen-SS hat Gewehr-Panzergranaten ausprobiert (Panzerfäuste), eine Waffe, die auch als Handgranate eingesetzt werden konnte. Die Panzerplatten für das Probeschießen auf dem Schießstand mussten alle vier Wochen ausgewechselt werden. Die Marine hat Testversuche mit Zündstoffen für Torpedos ausprobiert, ihr Versuchsfeld aber war vorwiegend der Alatsee bei Füssen.

Das Abnahmegebäude des Schießstandes Nr. 491 (1957; Glasschleiferei Linke, Hüttenstraße)

Das Gebäude im Jahr 2003 - heute Friedlandstraße (die Verlängerung der Hüttenstraße)


Im „Abnahmegebäude" in der Nähe des Schießstandes, heute Glasschleiferei Linke, war ein Kommando der Deutschen Wehrmacht untergebracht, das diese Schießversuche koordinierte und registrierte.


Der oben stehende Text wurde teilweise gekürzt, leicht verändert und mit Bildern ergänzt von Peter Dittert.

Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung des Vorstands der Leutelt-Gesellschaft e.V. entnommen aus dem Buch:
„Neugablonz - Stadtteil der ehemals Freien Reichsstadt Kaufbeuren im Allgäu“
Entstehung und Entwicklung
Herausgegeben von der Leutelt-Gesellschaft durch Susanne Rössler und Gerhart Stütz

Das Buch mit dem vollständigen Text ist erhältlich für 35 Euro im örtlichen Buchhandel von Neugablonz oder direkt von der Leutelt-Gesellschaft, Waldstetter Gasse 10a, 73525 Schwäbisch-Gmünd, Tel. 07171/72705 - gerne bin ich Ihnen bei der Beschaffung des Buches behilflich -  Email : 
Peter Dittert