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Planung, Bau und Einrichtung dieses Geländes waren, ohne Einschränkung, eine technische und organisatorische Meisterleistung. Die Bauleiter und ihre Mitarbeiter waren hervorragende Fachleute, ebenso das Verwaltungspersonal. Selbst wenn man in Betracht zieht, dass ihre Arbeit die volle Unterstützung der Reichsregierung genoss und damit viele Wege offen standen, die dem Durchschnittsbürger verschlossen waren, dass sie über Arbeitskräfte in großer Zahl verfügen konnten, muss ihre Leistung als weit über den Durchschnitt stehend eingestuft werden. Die Lage des DAG-Geländes ist auch heute noch unschwer auf Neugablonzer Stadtplänen zu erkennen. Das Gelände hatte zwei Eingänge, ein Südtor mit Wachhaus, heute Haus Nr. 70 an der Sudetenstraße, dieses Tor war der Haupteingang,
und ein Nordtor mit Wachhaus, heute der Gasthof „Alte Heimat", Gewerbestraße 80:
das Wach- und Feuerwehrhaus (heute
Haus der Gablonzer Industrie), das Gästehaus der
Betriebsleitung und die Schießstätte (heute noch am Rehgrund als Ruine
vorhanden), drei Löschteiche und mehrere Splittergräben, die im Falle eines
Fliegerangriffes oder einer betriebsinternen Explosion Schutz bieten sollten.
Die Risiko-Gebäude der Produktion wurden in Sicherheitsabstand von anderen
Baulichkeiten errichtet. Mit wenigen Ausnahmen bestanden alle Gebäude aus
Betonwänden, die verstärkt waren durch Strebepfeiler. Anschauliches Beispiel
dafür bietet heute das Haus der Industrie und weitere noch vorhandene Gebäude in
Neugablonz. Alle diese Bauten hatten ein flaches, vorspringendes Betondach, das,
als Wanne ausgebildet, mit Grüngewächsen bepflanzt war. Einige wenige Gebäude,
wie das Gästehaus und die Wachhäuser an den Toren, waren nach Art von
Bauernhäusern im alpenländischen Stil errichtet, ebenso das Pumpwerk an der
Wertach, das der Kühlwasserentnahme für das Kraftwerk diente. Als weiteres
„Bauernhaus" war ein am Rande des Geländes, heute Eichenmähderweg, gelegenes
Gebäude erbaut worden, das allerdings diese Bezeichnung zu Recht trug: Es
beherbergte tatsächlich ein landwirtschaftliches Anwesen. Schweinezucht und
Schweinemast wurden hier betrieben, Futter lieferten die Abfälle aus der
Großküche des Lagers Riederloh. Die geschlachteten Schweine landeten dann
wiederum in den Kochkesseln der Großküche. Auch eine Gärtnerei-Anlage war
vorhanden, in der vorwiegend Gemüse gezogen wurde. Es fand ebenfalls in der
Lagerküche Verwendung. Der oben stehende Text wurde teilweise gekürzt, leicht verändert und mit Bildern ergänzt von Peter Dittert.
Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung des Vorstands der
Leutelt-Gesellschaft e.V. entnommen aus dem Buch:
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