|
|
|
|
Im Jahresverlauf:
3,5 km nordöstlich von Kaufbeuren befindet sich der Hartwald, ein etwa 500 ha großer Fichtenwald mit einigen eingestreuten Wiesen. Im Zuge der militärischen Aufrüstung im Dritten Reich wird beschlossen, in dem Waldgebiet eine Fabrikanlage für die Herstellung von rauchschwachem Schießpulver mit einer monatlichen Kapazität von 620 Tonnen zu errichten. Die Planung des Bauvorhabens übernimmt die Dynamit-AG, der größte deutsche Sprengstoffkonzern, dessen Gründung auf Alfred Nobel (1833 - 1896), dem Stifter des Nobelpreises, zurückgeht. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst. Nach der Fertigstellung soll das Objekt in das Eigentum der reichseigenen „Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH" (1944 in „Montan Industriewerke GmbH" umbenannt) übergehen, die es an die „GmbH zur Verwertung chemischer Erzeugnisse", eine Tochtergesellschaft der Dynamit-AG, verpachten wird. Winter 1939/40: Die Bauarbeiten müssen wegen des strengen Winters erheblich eingeschränkt, teilweise sogar ganz eingestellt werden. |
|
|
|