Fernando Frank - Circus Luna - Interview vom 5. Juni 2012 in Kaufbeuren
   

 

Den heute 17-jährigen Artisten lernte ich vor zwei Jahren im Circus Luna kennen, als dieser im Skyline-Park in Bad Wörishofen gastierte. Schon damals war er nicht nur im Circus seiner Eltern sehr engagiert und ehrgeizig. Inzwischen machte er an der Hauptschule in Weil am Rhein mit einem Notendurchschnitt von 2,7 die Fremdschulprüfung. Er besuchte in seiner Schullaufbahn insgesamt über 400 Schulen und bereitet sich nun von zu Hause aus auf den Realabschluss vor.

Fernando ist ausgesprochen vielseitig. Dabei wurde er als Kind nie zu Auftritten in der Manage überredet oder gar gezwungen. Das ist Grundprinzip beim Circus Luna. Die Kinder dürfen von selbst ihre Fähigkeiten entdecken und trainieren oder auch einen ganz anderen Weg gehen, wenn sie dies möchten.

Fernando entdeckte allerdings seine Leidenschaft zum Circus und da vor allem zu den Tieren. "Ein Lieblingstier habe ich nicht", betont Fernando, "ich habe sie alle gleich gerne." Wichtig für ihn ist es, sich in das Tier hineinzuversetzen. Er kennt inzwischen die Körpersprache der Tiere, gerade weil er schon einmal einen Tritt von einem Kamel, Pferd oder Elefanten einstecken musste. Auch wenn bei der Tierdressur immer der Mensch die Führung übernehmen muss, heißt es für Fernando nicht, dass sein Wille als Trainer mit Gewalt durchgesetzt wird. Er kann genau unterscheiden, ob ein Tier nicht will oder körperlich nicht kann. Deshalb geht es den Tieren beim Luna vobildlich gut.

 

Fernando ist ein Universalartist und tritt in folgenden Nummern auf: Jockey reiten, Jonglage, Ochsendressur, Ponydressur, Clown, Messer werfen, Lassodrehen, Zauberei und spielt Schlagzeug und Trompete. Lernen möchte er noch Drahtseil, Feuerschlucken, Flicflac und Fahrradartistik und wohl noch viel mehr.

 

Was wünscht sich Fernando und was sind seine Pläne? In erster Linie fühlt er sich dem elterlichen Circus Luna verbunden. So ist es auch möglich, dass er sich von einem anderen Circus engagiern lässt und ins Ausland geht. Dem Circusleben wird er immer treu bleiben.

In wenigen Jahren kann er sich auch vorstellen zwei bis Kinder zu haben ... sehen wir, was passieren wird.

Vielen Dank für das Interview!


 

 

Email: circus@dittert-online.de  

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